Zu langsam für die Rheinbahn?

An Düsseldorfer Rheinbahn-Haltestellen entwickelt sich dieses Szenario langsam zum Klassiker: Ich will in den für Kinderwagen vorgesehenen Wagon steigen, doch die Plätze sind schon belegt. Daher mache ich mich auf dem Weg zum hinteren Teil der Bahn, wo es glücklicherweise weitere Mutti-Nischen gibt. Kurz vorm Einsteigen schließen die Pforten. Geradezu hysterisch drücke ich auf den Knopf an der Schiebetür, während die Bahn langsam anfährt. Die Tram ist weg und ich kriege rote Wutflecken im Gesicht. Alleine im Dezember ist das vier mal passiert.

Entsprechend habe ich mein Verhalten angepasst. Ich winke den Chauffeuren bei der Einfahrt schon zu, damit sie wissen, dass diese Mutter auch wirklich mitfahren möchte. Dabei komme ich mir sehr dumm vor. Dann werfe ich einen schnellen Blick in den ersten Wagen und sprinte wie in besten Bundesjugendspiele-Zeiten von einer Tür zur nächsten. Schließlich soll niemand verspätet durch Düsseldorf fahren – nicht meinetwegen!

Die Bemühungen sind umsonst. Stattdessen bin ich es, die ständig zu spät und stinksauer ist. Regelmäßig zeige ich meine Mittelfinger den Rücklichtern der Bahn. Was sicherlich genauso wenig zur Kenntnis genommen wird, wie das fröhliche “Hallo-Hier-Bin-Ich-Nehmt-Mich-Mit”-Gewinke bei der Einfahrt.

Bin ich zu langsam? Muss ich mehr Sport machen, damit der Kinderwagensprint noch flotter wird? Womöglich diese bekloppte Buggy-Gymnastik? Oder könnte es sein, dass es gar nicht an mir liegt? Liebe Rheinbahn, was meinst du?

Nun habe ich herzlich wenig Lust schon wieder lang und breit auf dem ÖPNV rumzuhacken (wie neulich auf die Deutsche Bahn). Aber irgendwie ist es ärgerlich, wenn man für 2,60 Euro ein Einzelticket zieht und dann nicht mitfahren darf. Dabei bin ich doch so eine Verfechterin der Bahn. Ich habe nicht mal ein Auto, mache sogar Großeinkäufe zu Fuß und mit dem ÖPNV. Und dass sich meine Freundinnen zum Teil wieder an der Uni einschreiben, um das Semesterticket nutzen zu können, habe ich bisher immer verurteilt. Doch langsam frage ich mich, ob ich für mein Geld kriege, was ich eigentlich unterstützen möchte: Einen guten Nahverkehr.

Dass mir die Bahn ständig vor der Nase wegfährt, hätte ich einem Service-Team der Rheinbahn jedenfalls gerne schnell und unkompliziert mitgeteilt. Über die Feiertage war die Hotline des Unternehmens allerdings nicht besetzt. Zur Verfügung stand nur eine kostenpflichtige Auskunft (20 Cent aus dem Festnetz, 60 Cent aus dem Mobilfunk) über Tarife und Zeiten. Mein Versuch über Twitter jemanden zu erreichen, ist ebenfalls gescheitert.

Jetzt könnte ich noch Mails schreiben oder es bei Facebook versuchen oder wieder anrufen… aber hey … sagen wir es mit den Wise Guys: “Das Leben ist zu kurz für schlechte Musik, zu kurz für Beziehungsstress und blöden Psychokrieg. Das Leben ist zu kurz und weil’s am Ende meistens endet, macht es wenig Sinn, wenn man die Zeit davor verschwendet.” Also gehe ich künftig wohl wieder mehr zu Fuß… oder studiere nochmal katholische Religion.

Die GOOD News: Mehr Bewegung! Yeah!

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Feudeln und andere Perversitäten

“Ich will heute noch feudeln!”, sage ich. Die Freundin: “Aber dein Mann ist doch gar nicht da!?!”. Schweigen. Und wieder einmal ist ein Nordlicht aufgrund seiner seltsamen Ausdrucksweise missverstanden worden. Um das ein für alle mal klarzustellen: Feudeln ist kein Synonym fürs Liebe machen, Pimpern oder wie auch immer man den menschlichen Liebesakt umschreiben möchte. Entsprechend hat der Feudel auch nichts mit dem männlichen Geschlechtsorgan zu tun.

Wenn die Menschen im Norden sagen, dass sie dringend mal wieder feudeln müssen, sind sie nicht notgeil. Sie sprechen vom Putzen. Der Feudel ist der Lappen, mit dem der Boden gewischt wird. Und das Teil zu schwingen, heißt eben feudeln.

In diesem Fall war das Sprachchaos wenigstens einseitig und relativ schnell aufgeklärt. Komplizierter wird es, wenn zwei Dialekte/Sprachen aufeinander treffen.

So geschehen im Jahr 2001, als ich mit meiner hessischen Mitbewohnerin Daniela (Norddeutsch: DAAAAAni, Hessisch: ‘s DaNNi) die erste gemeinsame Wohnung in Göttingen bezog. Gemeinsam mit ihrem Vater strichen wir das Zimmer in einem zarten Blau. Wir bekamen die Farbe wirklich gleichmäßig aufgetragen und sie machte sich hervorragend an den Wänden. Ich war jedenfalls bannig (=sehr) stolz auf uns.

Danielas Vater schien das anders zu sehen. Besorgt schaute er zwischen Farbeimer und Wand hin und her und murmelte immer wieder: “Des schickt net, des schickt net, des schickt net…” Nach etwa dreißig Minuten wurde ich langsam wütend. Als ob der Mann eine Ahnung davon hätte, was schick ist und was nicht. Am Ende konnte ich nicht mehr und fragte Daniela, was ihr alter Herr denn für ein Problem hätte. Sie schaute mich nur verständnislos an und sagte: “Kann doch sein, dass die Farbe nicht ausreicht.” Da muss man erstmal drauf kommen, dass wenn etwas nicht “schickt”, es nicht “langt”. So heißt das nämlich richtig.

Was innerdeutsche Missverständnisse angeht, hat Friederike Rey in meinen Kommentaren auch noch eine schöne Ergänzung gehabt, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

“Wenn wir (in Rheinhessen) zu einem gemütlichen WeinAbend eingeladen werden, dann beginnen wir mit SmallTalk, Knabbereien und einem Glas Sekt oder Secco. Erst dann geht es (nach einer gewissen Ankommenszeit) zum gemütlichen Teil mit gemeinsamen Essen und verschiedenen Weinen. Hier in Nordfriesland ticken die Uhren anders. Da kommen die Gäste Punktum: Einladung um 19:00 Uhr – Beginn 19:00 Uhr – mit gewetzten Messern und polierten Gabeln – und beginnen sofort mit dem Essen. Erst danach folgt der SmallTalk. Für mich eine folgenschwere Erfahrung. Bei unserer ersten Einladungsfeier – Beginn 19:00 Uhr – verabschiedeten sich die ersten Gäste um 19:30 Uhr wieder mit einem gemurmelten Kommentar: “Hier givt et jou nix to eeten.” …. Ei, ei, so schnell hatte ich noch nie das Essen auf dem Tisch….”

Die GOOD News: Seinen Landstrich verlassen ist immer eine Bereicherung! Guten Rutsch!

Eine Nordfriesin sagt DANKE

10665869_10152275127297581_5477650113743912400_nWow! Ich bin immernoch überwältigt von den Reaktionen auf meinen Blogeintrag über die zauberhaften Macken der Nordfriesen. In den vergangenen vier Tagen wurde er fast 11.000 mal angeklickt. In meiner kleinen, neuen Blogger-Welt ist das der Wahnsinn.

Doch viel mehr als die Quantität, hat mich die Qualität der Reaktionen gefreut. Da haben Leser erzählt, wie sie vor Lachen krümmend die kleinen Anekdoten beim Weihnachtskaffee der Verwandtschaft vorgelesen haben. Dabei hätten sie sich auf auf einmalig norddeutsche Art und Weise den Wanst vollgeschlagen. Großartig!

Andere haben angemerkt, dass sich das Thema ja noch ausbauen ließe. So kommentierte Leserin Hannah auf WordPress: “Ganz wichtig finde ich noch zu erwähnen, dass die Leute hier SÖNKE – kurz, schnell und schmerzlos sprechen – und nicht, wie ich während meiner Auslandsjahre festgestellt habe, Sö(h)nke. Ein furchtbarer Aussprachefehler, den der Rest der Republik da begeht!”

Ich stimme ihr zu! Schlimmer ist nur noch die Behauptung, dass Husum eine Insel sei (woher kommt dieses Gerücht???).

Es ließe sich noch so viel Schreiben: Über die seltsamen Traditionen auf Hochzeiten oder bei Geburtstagen. Über Sprache und Essen. Kennt ihr zum Beispiel “Klütjes”? Das sind traditionelle Weihnachtskekse im Norden. Der Teig muss  vor dem Backen einen Tag im Kühlschrank ruhen. Jedes Jahr, wenn der Mann den Teig entdeckt, fragt er: “Sind das wieder die drei Sorten Fett und drei Sorten Zucker, die zu etwa 2000 kleinen steinharten Dingern werden?” Der Kostverächter aus Niedersachsen hat ja keine Ahnung.

Die GOOD News: Ich glaube, ich werde hier gelegentlich zum Kulturvermittler. Weil ihr so großartige Leser seid. Danke!

Von der Kunst, Nordfriese zu sein

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Die kleinen Macken seiner Heimat erkennt man erst mit Abstand. Ich wohne seit fast 15 Jahren nicht mehr in Husum. Mittlerweile ist mir klar, dass nicht alles, was mir früher ganz normal schien, im Rest der Republik ebenso gesehen wird. Teilweise nicht mal in Kiel. Eine kleine Auswahl:

Essen

Weil Weihnachten vor der Tür steht, fangen wir mal mit Süßspeisen an. Wer in Nordfriesland zu Kaffee und Kuchen eingeladen wird, muss sich auf einiges gefasst machen. Bei uns in der Verwandtschaft werden neben Keksen und trockenem Kuchen (Marzipanstreifen und Co) in der Regel sechs bis acht Torten gereicht. Wenn man Glück hat, hat sie nur eine Person gebacken. Dann kommt man damit durch, nur eine Auswahl zu probieren. Wurde die Arbeit unter den Tanten aufgeteilt, muss von jedem Sahne-Schmand-Marzipan-Ungetüm ein Stück in den Bauch. Man will ja niemanden beleidigen.

Die gute Nachricht: Es wird einem nicht einfach ein dickes Stück auf den Teller geklatscht. Die Gastgeber im hohen Norden “schicken Torten herum”. Immer rechts rum, ohne Ausnahme. In der Regel läuft das so ab: Ich balanciere auf der linken Hand eine wahnsinnig schwere Glasplatte, auf der eine dreistöckige Torte thront. Mit der rechten Hand steche ich das Messer in die Mitte und schneide mir ein möglichst schmales Stück ab, das ich vorsichtig auf den Teller gleiten lasse. Dann drücke ich dem Onkel zur linken Seite das Monster in die Hand, drehe mich nach rechts und nehme der Tante die nächste Platte ab.

Am Ende quillt der Teller über. Es ist nahezu unmöglich aufzuessen, ehe der Gastgeber vorschlägt, die Platten doch nochmal rumzuschicken. Dieses Vorgehen wiederholt sich dann etwa vier mal. Das Ganze war für mich so normal, dass ich erstaunt losschreien musste, als wir eines Tages bei Bekannten in Erfurt waren und der Vater der Familie die Torte einmal in der Mitte durchschnitt, um sie dann in exakt gleich große Stücke aufzuteilen. Niemals wäre ich auf so eine abgefahrene Idee gekommen.

Die Sache mit dem “Rumschicken” funktioniert übrigens nicht nur bei Kaffee und Kuchen. Vor allem auf Hochzeiten (Grün, Silber, Gold) wird der Hauptgang so gereicht. Da machen dann grüne Bohnen, Kaisergemüse, Fleischplatten, Kartoffeln und Kroketten sowie zwei Soßenterrinen an langen Tafeln die Runde, bis sie sich an einem Ende des Tisches sammeln. Wer nach einem Nachschlag grüner Bohnen fragt, löst in der Regel eine neue Welle “Töpfe rumschicken” aus. Niemals würde jemand ein paar Kartoffeln nehmen und die Schüssel in die Mitte des Tisches stellen, ohne sie vorher seinem linken Tischnachbarn anzubieten und der seinem und der seinem …

Pötte

Ist der offizielle Teil so einer Feier vorbei, fragt eigentlich immer jemand am Tisch: “Was wollen wir denn trinken?”. Ein Niedersachse würde nun ziemlich irritiert aus der Wäsche gucken und sich denken: “Das ist doch meine Sache.”

In Nordfriesland läuft das anders. Natürlich darf jeder trinken, was er will. Doch normalerweise einigt man sich mit etwa acht Personen auf zwei bis drei Getränke, die dann in großen Glaskaraffen serviert werden. Das klingt edel, ist es aber nicht. Denn in den sogenannten “Pötten” werden nur “Mischen” verkauft. Also Misch-Getränke: Vorzugsweise Cola-Korn, Fanta-Korn, Wodka-O, Cola-Cognac … die Hartgesottenen bestellen ohne Eis, damit nichts “verwässert”. Und wenn nur schnell genug getrunken wird, wird ja auch nichts warm. Die Bedienungen müssen dann nicht mehr lästig nachfragen, sondern sorgen einfach dafür, dass die Krüge den ganzen Abend über gefüllt sind.

Dieses Ritual ist einigen meiner Verwandten sehr heilig. In den 80er Jahren waren sie auf einer Hochzeit im Süden (Lüneburger Heide) eingeladen. Aus Angst vor den unwissenden Niedersachsen haben sie einfach einen Karton Pötte mitgenommen und den Gastwirten ungefragt erklärt, wie sie die Mischen bitte anzusetzen hätten. Das Fest soll großartig gewesen sein.

Sprache

Die Nordfriesen und ihre Sprache sind wirklich niedlich. Da großartigerweise immer noch sehr viel Plattdeutsch gesprochen wird, ist ganz reines Hochdeutsch selten zu hören. Ein “Moin” zu jeder Tages- und Nachtzeit ist gesetzt und das höfliche “Sie” dem Nordfriesen eher fremd. Lustig ist auch der Einsatz von Präpositionen. In Husum geht man “nach” Aldi und feiert “auf” dem Saal.

Erst mit 20 Jahren wurde mir bei einem Auslandsaufenthalt bewusst, dass “Da nicht für” kein richtiges Deutsch ist. Der verstörte Blick einer Hessin hatte mich darauf gebracht, dass hier was nicht stimmt. Die gute Frau hieß übrigens Daniela. In Nordfriesland hätte man sie DAAAAAAni genannt (wie den Pudding), ohne sich etwas dabei zu denken. In Hessen sagt man natürlich DaNNi. Inzwischen sehe ich ein, dass diese Betonung wohl die meisten Deutschen nutzen.

Die Nordfriesen ziehen Vokale gerne mal in die Länge. So werden folgenden Orte entgegen jeder landläufigen Logik mit langem “E” hinten ausgesprochen: Hattstedt, Bredstedt, Löwenstedt. Um Außenstehende noch weiter zu verwirren, sind wir konsequent unlogisch. Wir lachen Touristen aus, die zum NOOOOrdstrand wollen. Denn der Name der Insel wird vorne wie hinten kurz ausgesprochen – und hinten betont. Was wirklich gar keinen Sinn macht. Gleiches gilt für meinen Nachnamen. Während jeder normale Mensch LOOOOrenzen sagt, liegt die Betonung in Nordfriesland auf dem “ren”. Das versteht niemand, muss aber so.

Traditionen

Jedes Jahr am letzten Sonntag im August hat mein Vater einen wahnsinnigen Muskelkater im Hintern. Dann geht er leicht o-beinig durch die Wohnung und der Rest der Familie versucht möglichst ernst zu bleiben. Die Schmerzen hat er dem sogenannten Ringreiten zu verdanken. Bei dieser Traditionssportart steigen Reiter und Reiterinnen (Amazonen… kein Scherz!) einmal im Jahr auf ein Pferd und galoppieren den ganzen Tag durch ein “Galli”. Das sind zwei Holzpfähle, die sich gegenüberstehen und in deren Mitte an einem Tau ein Ring baumelt. Diesen gilt es mit Hilfe eines kleinen Holzpins oder einer Lanze zu ergattern. Im Galopp!

Richtig! In Nordfriesland spielt man Ritterspiele. Was im Rheinland das Schützenfest ist, ist hier das Ringreiten. Nur dass es die Schützen an der Westküste auch noch gibt.

Dabei können die wenigsten Teilnehmer wirklich gut reiten. Das Pferd leiht sich mein Vater jedes Jahr. Das ist dann ein Gaul, der so oft in der Saison zum Ringreiten verliehen wird, dass er beim Anblick der Holzpfähle schon von alleine anfängt zu galoppieren. Die wirkliche Herausforderung für meinen Vater besteht darin, nüchtern zu bleiben. Denn natürlich wird das Ereignis zu Ross begossen. In der Regel mit Jägermeister aus kleinen Flaschen. Einige Teilnehmer nehmen diesen Teil der Tradition so ernst, dass statt Pferdegetrappel im Galopp nur das Klirren der Butteln in ihren Taschen zu hören ist.

Eine andere Tradtion, die wirklich urnordfriesisch ist, ist Halloween. Jawohl! Das feiert man in meiner Heimat an Silvester und heißt da Rummelpott. Das Prinzip ist wie bei den Amerikanern: Man verkleidet sich, geht singend von Haus zu Haus und verlangt je nach Alter Süßigkeiten oder Schnaps. Bekommt man nichts, wird der Vorgarten verwüstet. Je nach Alter mehr oder weniger heftig. Das amerikanische Halloween feiert man in Nordfriesland inzwischen übrigens zusätzlich. Warum ein Fest auslassen, wenn es einem schon aufgedrängt wird?

Die GOOD News: Die Nordfriesen sind wunderbare Menschen, mit einem herrlichen trockenen Humor und großer Gastfreundschaft. Hinfahren und selbst ein Bild machen!

Mit Bildern den Tag verdaddeln …

… hejho Instagram! Ich bin ja gerne mal ein Späteinsteiger. Bei Instagram war es so. Hätte mich @aenniekosl nicht mit einer großen Begeisterungsrede für das Portal neugierig gemacht, hätte ich es (zumindest privat) weiter ignoriert. Doch inzwischen finde ich tatsächlich: Fotos von Hunden, Pasta und Landschaften anschauen, macht großen Spaß – auch wenn es die fremder Menschen sind.

Selber posten übrigens auch. Derzeit bin ich sowas wie ein Botschafter für den Düsseldorfer Stadtteil Oberbilk und ein grauenhafter Angeber, wenn es um meine Kochkünste geht. Auf Facebook wäre mein Posting-Verhalten Spam. Auf Instagram gibt’s Herzchen für meinen Alltag. Das finde ich schön, da bin ich narzisstisch.

Instagram ist eine wunderbare Mischung aus Kreativem und Unnützem, lokalen Schätzen und Bildern, die die Welt zeigen. Wie die Rheinische Post, National Geographic und das heimische Fotoalbum in einem.

Natürlich hat man so seine Lieblinge. Ich schaue mir besonders gerne an, was diese vier Instagramer so posten:

Mustafa Seven 

Ich war noch nie in Istanbul. Aber spätestens seitdem ich Mustafa Seven per Zufall entdeckt habe, möchte ich dahin. Seven wurde 1974 in der zentralanatolischen Hauptstadt Sivas geboren. Der Fotojournalist arbeitet unter anderem für die Hurriyet Magazine Group. Inzwischen ist er allerdings mehr als Werbefotograf unterwegs.

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Melanie Petersen

Unter @hellopetersen ist die Graphicdesignerin mit ihrem gleichnamigen Label im Netz und diversen Shops in Berlin unterwegs. Die gebürtige Nordfriesin ist einer meiner “Local Heros” aus Abizeiten (da sind so ein paar Granaten dazwischen). Inzwischen lebt sie in Berlin und gestaltet, was das Zeug hält.

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Ida Skivenes

Als @idafrosk ist die Norwegerin bei Instagram zu finden. Sie lebt ebenfalls in Berlin und spielt mit Essen. Ihr Thema ist “Fooddesign”. Aus Lebensmitteln zaubert sie kleine Kunstwerke auf den Teller, die zum Futtern eigentlich zu schade sind.

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Chi Nguyen

Chi kenne ich schon seit Kindheitstagen. Sie lebte damals für ein paar Jahre mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder in unserem Nachbarhaus in Husum. Weil die endgültige Einbürgerung im bürokratischen Deutschland aber sehr schwierig war, ist die Familie schließlich nach Kanada ausgewandert. Noch heute lebt Chi in Toronto und postet unter @chiscakes vor allem #foodporn. Sie backt wie eine junge Göttin und versucht sich immer wieder erfolgreich an der vietnamesischen Küche.

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Und sonst? W&V findet übrigens, dass man diese fünf Instagramer kennen sollte. Wen würdet ihr mir noch empfehlen?

Die GOOD News: Jeder Mensch hat schöne Geschichten zu erzählen.

Deutsche Bahn, wir müssen reden!

Du schuldest mir 36 Windeln. Pampers Baby Dry, die benutzen wir gerne nachts und die kosten in Größe drei fast neun Euro. Genau die Summe, die ich deinetwegen heute doppelt ausgeben musste. Die Geschichte geht so:

Der Sohn und ich haben einen Ausflug nach Münster gemacht. Weil Reisen mit einem Säugling immer spannend ist, hatte ich vorsorglich reserviert. Geplant war die Rückfahrt nach Düsseldorf um 15.30 Uhr. Weil sich das Leben mit Baby aber nicht immer auf die Minute planen lässt – und der Aufenthalt im großartigen, neuen Landesmuseum sich etwas in die Länge zog, beschloss ich den Zug eine Stunde später zu nehmen.

Rufus LWL

Etwa 30 Minuten vor Abfahrt bin ich mit meiner bestehenden Reservierung an den Schalter gegangen, um sie Umbuchen zu lassen. “Gute Frau, das geht nicht. Das sieht das System nicht vor”, sagte der freundliche Service-Mitarbeiter. Fragen wie “Warum nicht?” kommen in solchen Zusammenhängen nie gut. So auch gestern nicht. Der Mann wurde immer garstiger. Von Verständnis für meine Windelrechnung keine Spur. Stattdessen die dringende Empfehlung, neu zu reservieren. Der Zug sei schon sehr voll. Und eine neue Reservierung gestatte ihm “das System”.

Gesagt getan, und es war die richtige Entscheidung. Dennoch muss ich dir, liebe Bahn, mal wieder vorrechnen, dass deine Preise Wucher sind. Insgesamt habe ich nun 27 Euro für die Reservierungen (9 hin und 18 zurück) gezahlt – plus 28 Euro für die Hin- und Rückfahrt (inklusive Bahncard 50, die es hoffentlich wirklich noch lange geben wird!). Macht in Summe 55 Euro. Das sind 110 Mark für einen Tagesausflug von Düsseldorf nach Münster! Natürlich hätte ich den Regionalexpress nehmen und damit das NRW-Ticket nutzen können. Dann wäre aber keine Reservierung möglich gewesen. An einem Freitagnachmittag, alleine mit Baby, … das willst auch du nicht, liebe Bahn!

Die GOOD News: Wir sind heil hin und zurück gekommen und das Zugpersonal war super hilfsbereit. Und pünktlich waren wir auch.

Meine zwölf Lieblingsapps

Wenn mir Freunde ihre Lieblingsapps verraten, ist das großartig. So habe ich schon so manchen Dienst entdeckt, der mir das Leben deutlich leichter gemacht hat. Daher nun mal für euch, meine derzeit allerliebsten Lieblingsapps in einer keinerlei gewichteten Reihenfolge:

Feedly

Für das gezielte Absurfen einzelner Nachrichtenapps bleibt derzeit irgendwie nur wenig Zeit. Entsprechend lese ich vor allem über Feedly. Macht auch Spaß.

PS Express

Der Adobe Photoshop Express ist gerade hoch im Kurs. Schnelle Schnappschüsse lassen sich damit einfach und schnell bearbeiten.

Foto2Go

Mit der App  können Bildaufträge und Fotobücher überall gestaltet werden. Vor allem aber, lassen sich die Fotos vom iPhone direkt im DM-Markt an den Fotodrucker übermitteln und ausdrucken. Total praktisch, wenn die Oma mal wieder Fotos vom Urenkel einfordert.

MyPostcard

Wenn man das Verschicken von Fotos noch leichter haben möchte, ist diese App praktisch. Mit ihr lassen sich aus iPhone-Bildern direkt Postkarten gestalten, beschriften und dann per Klick verschicken. Ideal für Urlaubspost.

BabyPlaces

Schon mal mit einem vollgeschissenen Baby in der Fußgängerzone gestanden? Falls ja, kennt ihr die App. Sie zeigt unter anderem den nächsten Wickeltisch in der Gegend an. Aber auch Spielplätze, Babyklamotten-Läden und Co.

Oje, ich wachse!

Die App ist eine Kurzfassung des Buches von Hetty van de Rijt und Fran X. Plooij. Wie im Sachbuchklassiker erzählt sie, welchen Entwicklungssprung das Baby gerade unter Meckern und Weinen durchmacht – und was es im Anschluss gelernt haben soll. Auch wenn ich bisher vor allem feststelle, dass mein Kind knötert ohne hinterher wirklich viel zu können, ist die Theorie ganz spannend.

Chefkoch

Mit der Chefkoch-App habe ich meine Lieblingsrezepte immer schnell zur Hand – und kann überall neue Gerichte heraussuchen. Besonders praktisch, wenn man im Supermarkt steht und denkt: “Wirsing, was koche ich eigentlich aus Wirsing?” … oder “Was brauche ich nochmal für den Schokokuchen mit Preiselbeeren?”. Grandios!

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Ich bin süchtig. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Kleiderkreisel

SecondHand-Mode finde ich prima. Den Kleiderkreisel entsprechend auch. Vor allem weil man seine Wunschmarken und die Kleidergröße einstellen kann.

MyFitnessPal

Der Babyspeck muss runter, also wird nun Buch geführt. Ich habe schon so einige DiätApps ausprobiert. Diese ist die erste, die mir richtig gut gefällt. Lebensmittel lassen sich über den QR-Code einscannen und so die Kalorienzahl ermitteln. Außerdem kann man manuell Produkte eingeben. Ich habe mir ein Ziel gesteckt, wie viele Kilos verschwinden sollen. Aufgrund meiner Körpergröße und meines Gewichtes, hat die App berechnet, wie viele Kalorien ich dann am Tag zu mir nehmen darf. Jedes Gericht, das ich esse, wird direkt von meiner Tagesration abgezogen. Mache ich Sport, werden mir wieder einige Kalorien gutgeschrieben. Vergesse ich Mittag zu essen, erinnert mich die App daran. Und wenn ich zu viel Blauschimmelkäse futtere, weist mich mein Smartphone seit neustem darauf hin, dass ich doch wieder etwas weniger Fett zu mir nehmen sollte. Nice!

PTracker

Für die einen ist es eine Verhütungs-App für die anderen eine Zeugungs-App … wie auch immer, sie macht es Frauen leicht ihren Zyklus im Auge zu behalten. Werde ich beim Frauenarzt gefragt, wann ich das letzte Mal meine Tage hatte, schaue ich schon seit Jahren einfach im Telefon nach.

Threema

Nachdem Facebook WhatsApp übernommen hatte, hatte der Messanger ja schon mal eine Blütezeit erlebt. Alles wechselte ohne WhatsApp je wirklich zu verlassen – und irgendwie hat dann auch niemand mehr Threema benutzt. Ich auch nicht… Doch seit ich Mutter bin, ist das anders. Da ich mir vorgenommen habe, keine Bilder meines Sohnes im Netz zu publizieren, ehe der feine Herr verstanden hat, was das Recht am eigenen Bild ist, macht Threema auf einmal das Leben leicht. Ich und andere Mütter tauschen über das Netzwerk fröhlich Bilder aus – mit einem guten Gewissen.

Die Good News: Es gibt immer wieder Menschen mit brillanten Ideen!

Bus statt Bahn

Nicht nur wegen der streikenden Lokführer – irgendwie ist die Deutsche Bahn in meinem Bekanntenkreis unattraktiv geworden. Drei Mal stand in ich den vergangenen drei Monaten am ZOB in Düsseldorf und habe Besuch aus Dortmund, Braunschweig oder Göttingen abgeholt. Alle waren mit meinfernbus.de unterwegs und schwer zufrieden.

Meine Cousine hat für die Fahrt von Göttingen nach Düsseldorf und wieder zurück knapp 60 Euro bezahlt. Ohne Rabatt oder Aktion. Umsteigen musste sie nicht, Fahrtzeit ungefähr fünf Stunden (sie hatte Glück und stand nicht im Stau). Bei der Deutschen Bahn hätte sie ohne Bahncard je nach Verbindung mindestens 155 Euro gelassen – und vermutlich mindestens einmal umsteigen müssen. Dafür wäre sie – ohne Verspätungen – eine Stunde schneller als mit dem Bus gewesen.

Rentner, Studenten, Menschen in Elternzeit… für jeden der Zeit hat, lohnt sich die Fahrt mit dem Bus also. Der Vater meines Freundes (Braunschweig-Düsseldorf) lobte zudem die großen Sessel, die die engen ICE-Sitze in Sachen Bequemlichkeit locker abhängen – sagt er.

Sein Sohn steigt auf dem Weg zum Job in Holland seit neustem auch lieber in den Bus als in den Zug. Die Strecke Düsseldorf-Eindhoven bietet die Bahn selbst mit ihrem IC Bus an. Das Ticket kostet im Frühbucherrabatt neun Euro. Unterwegs ist man eineinhalb Stunden. “Ohne Umsteigen und mit WLan!!!” – der Mann hat sich gar nicht mehr eingekriegt vor Begeisterung. Alternativ könnte er mit dem wirklich unattraktiven Drogenexpress (Eurobahn RE 13) von Düsseldorf nach Venlo fahren, um dann in den niederländischen IC nach Eindhoven umzusteigen. Das dauert im Idealfall zwei Stunden und zehn Minuten. Die Bahnvariante kostet 11,50, sofern man im Besitz der deutschen Bahncard 50 und der niederländischen Bahncard 40 ist.

Überhaupt ist regelmäßiges Bahnfahren ohne eine Bahncard oder Frühbucheraktionen kaum noch zu bezahlen. Erst gestern hat sich eine Freundin wahnsinnig darüber aufgeregt, dass das Azubi-Ticket für die Strecke Düsseldorf-Köln etwas über 200 Euro im Monat kostet. Damit ist der Stadtverkehr aber nicht abgedeckt. Für das S- und U-Bahnnetz muss extra gezahlt werden. Der Preis wirkt dann besonders irre, wenn man bedenkt, dass eine Bahncard 100 für die zweite Klasse 379 Euro kostet. Damit darf der Kunde dann durch die ganze Republik fahren und nicht nur den Katzensprung von Düsseldorf nach Köln nutzen.

Die GOOD News: Endlich gibt es fernab der Mitfahrgelegenheit eine gute Alternative zur DB!

Auch spannend:

Zahl der Bahnfahrer trotz Fernbussen nicht gesunken

Echte, neue Freunde

Irgendwie herrscht ob berechtigter Sorgen um die eigenen Daten und Co. spätestens seit den Enthüllungen rund um den NSA-Skandal Netzmüdigkeit. Zumindest treten die großen Vorteile, die es uns bringt, bei der aktuellen Gemütslage immer mehr in den Hintergrund. Dabei sind die Möglichkeiten des WWW gigantisch wie nie. Sie wirken nur nicht mehr so phänomenal, weil sie für uns so normal geworden sind.

Ich zum Beispiel wäre ohne das Netz im Moment vermutlich sehr, sehr einsam.

Vor zwei Jahren sind der Mann und ich nach Düsseldorf gezogen. Es war mein sechster Umzug binnen fünf Jahren. Und zum dritten Mal landete ich in einer Stadt, in der ich niemanden kannte. Meine Freunde wohnen nahezu geschlossen in Hamburg oder Berlin. Im Westen wohnt kaum jemand. In Düsseldorf schon gar nicht. Entsprechend fing ich mit 32 Jahren mal wieder von vorne an, mir ein Leben abseits der großartigen Beziehung aufzubauen.

Jeder, der mehr als 40 Stunden in der Woche arbeitet, weiß wie schwer ist, was sich im Studium wie von alleine ergibt. Gute Freunde trifft man in der Regel nicht auf der Straße. Ich jedenfalls nicht, also habe ich mich bei Facebook auf die Suche nach Soulmates gemacht. Und das hat gut funktioniert.

In nahezu jeder größeren Stadt gibt es inzwischen FB-Gruppen mit dem tollen Titel “Neu in … Düsseldorf/München/Frankfurt/ect. pp.” – liebevoll auch die “Nidus” genannt. In Düsseldorf tummeln sich bei den Nidus inzwischen weit über 10.000 Personen. Wer hier einen Buddy zum Biertrinken sucht, muss nur doof fragen und kann sich in der Regel vor altfreudigen Menschen kaum retten. Also bin ich beigetreten.

In dieser Gruppe suchten etwa zwei Wochen nach unserem Umzug die bezaubernde L. und ihr großartiger Mann P. Doppelkopf-Partner. Wir stimmten einem Probespielen in der Geißel in Bilk zu. Dort wurde beschlossen, dass wir ohne Neunen und dafür mit Schweinen spielen. Seitdem sehen wir uns spätestens alle zehn Tage und haben die Ausnahmeregeln seitdem stetig erweitert. Ich mag die beiden und H. – die fünfte im Bunde – wahnsinnig gerne und bin tief dankbar, dass es sie gibt.

Weil die Nidus aufgrund der Gruppengröße recht unübersichtlich geworden sind, haben sich kleinere Stadtteil-Ableger gegründet. Ich bin natürlich großer Fan der Oberbilker Nidus. Hier sind bisher nur knapp 250 Mitglieder dabei. Etwa zehn bis zwanzig davon treffen sich mal in größerer und mal in kleinerer Runde jeden Dienstagabend in der Kassette. Wer keine Zeit hat oder doch nicht aufschlägt, postet es einfach in der Gruppe, so dass die anderen sich überlegen können, ob sich das Warten lohnt.

Das Ganze ist wunderbar unkompliziert und so normal geworden, dass ich kaum darüber nachdenke. Noch vor wenigen Jahren hätte mich der Satz “Ich schau mal, ob Stefan was bei den Nidus gepostet hat” ratlos zurückgelassen. Heute bestimmt er meinen Alltag.

Es gibt natürlich zig andere Portale, die Menschen verbinden. So hat Freundin A. aus Bremen ihren Mann bei Fischkopf.de kennengelernt. Eine andere Bekannte aus Düsseldorf verabredet sich gerne über die App Spontacts mit wildfremden Menschen zu Spiele-Abenden.

Das Schöne dabei: All jene, von denen ich hier geschrieben habe, sind keine Netz-Nerds. Es sind ganz normale Menschen, denen Twitter egal ist und die den Sinn von Instagram nicht begreifen. Sie sind nicht scharf darauf sich Online zu profilieren. Sie wollen einfach nicht alleine sein.

Die GOOD News: Freunde finden ist so leicht wie nie.

Drei vegane Gänge für meine Steuererklärung

Endlich! Die Geburtsurkunden sind da (mehr zu dem Drama hier)! Damit steht dem nächsten Papierkram-Projekt nichts mehr im Weg: Die Steuererklärung. Richtiger: Die Steuererklärungen. Seit 2010 stapeln sich meine Anträge auf einem inzwischen gut sortierten Haufen. Während ich sonst eigentlich sehr zuverlässig bin, scheitere ich am Jahr 2010. Damals hatte ich drei Arbeitgeber sowie zwei Auftraggeber als Freiberuflerin. Obendrein bin ich auch noch umgezogen und habe eine private Rentenversicherung abgeschlossen, die man wohl auch irgendwie geltend machen kann.

Während ich mich normalerweise immer ganz gut mit Elster zurecht gekommen bin, überfordert mich diese besondere Steuererklärung jedes Mal wieder. Wann immer ich einen Anlauf nehme, fühle ich mich erst dumm, dann hilflos, dann wütend. Und am Ende Frage ich mich, wie andere Menschen das machen.

Weil ich nicht noch mehr Urlaubs- und Wochenendtage mit diesem Wechselbad der Gefühle verbringen will, habe ich Hilfe organisiert. Ein Freund aus der Kneipe um die Ecke ist Steuerprofi und hat versprochen, mich durch den Irrgarten des deutschen Steuersystems zu lotsen. Als Gegenleistung fordert er ein veganes Dreigangmenü. Ich finde seinen Wunsch sehr schade. Mein Lamm mit grünen Bohnen ist ein Gedicht. Auf der anderen Seite würde ich fast alles tun, um diesen Bürokratenquatsch endlich vom Schreibtisch zu bekommen.

Also sind schon ein paar erste Rezepte sind herausgesucht:

Vorspeise: gefüllte Avocado

Hauptgang: Kichererbsen-Curry

Nachspeise: Kokos-Himbeer-Creme

Für weitere Ideen bin ich natürlich dankbar. Immer her mit Vorschlägen!

Die GOOD News: Das Warten auf die Geburtsurkunden hat ein Ende und ich lerne neue Rezepte kennen. Hoffentlich!

Noch was:

Habe übrigens schon mal was über das Geschäft mit der veganen Küche geschrieben.

Außerdem empfehle ich das Buch “Anständig Essen” von Karen Duve. Duve hat verschiedene Ernährungsstile ausprobiert – von bio bis vegan. Sie beschreibt was sie erlebt und füttert das ganze mit hintergründigen Recherchen an. Einen erhobenen Zeigefinger gibt es nicht. Stattdessen viele Anekdoten. Oft lustig.